Dawn Of Tears – Dark Chambers Litanies
Jun 9th, 2009 | Von Deathman | Kategorie: Kritiken
Wie es scheint ist im sonnigen Spanien frostige Kälte ausgebrochen, denn anders kann ich mir das da hier nicht wirklich vorstellen. Entgegen jeglicher Stereotypie und sonstigen metallischen Acts, stellen diese fünf Düsterheiten in ihrer Heimat schon etwas ganz Besonderes dar, da sie irgendwie so gar nicht richtig spanisch klingen wollen. Nachdem Dawn OfTears mit ihrem 2007 erschienen Debüt bereits einiges an Aufmerksamkeit auf sich lenken konnten, durften sie danach gleich mal die Bretter mit Größen wie Dimmu Borgir und Dew Scented teilen.
Bis die Zeit reif ist für ihr nächstes Langeisen, schmeißen uns Dawn Of Tears, ihre neue EP im wahrsten Sinne des Wortes nach, da sie diese, genauso wie ihr erstes Album „Descene“, auf der Bandhomepage gratis zum Download anbieten.
Nun aber zur musikalischen Seite. Wie bereits erwähnt klingen Dawn Of Tear nicht so wie man es einer spanischen Band zutraut, denn ihr melodischer Death Metal würde sich in Schweden sicher wohler fühlen.
Während man sich beim Intro des Openers „Cadent Beating“ noch fragt, was jetzt dann wohl für ein Gejohle aus den Boxen gezwitschert kommt, erkennt man nach der zweiten Minute sämtliche Paten der Spanier: At The Gates, In Flames, Dark Tranquility und Children Of Bodom. Generell hören sich Dawn Of Tears an, als ob man sämtliche Referenzbands zusammen in einen Sarg geben würde und noch einen klitzekleinen Schuss Düsternis hinzufügt. Originell ist natürlich etwas anderes, aber wenn man mit solcher Hingabe und songwriterischen Fähigkeiten zu musizieren vermag, dann kann man einem selbst so stark abgelutschten Genre wie dem Melodic Death Metal, eine Zellerneuerungskur verpassen.
Vor allem Leutem die mit den letzten Alben von CoB und In Flames gar nicht warm werden konnten, dürften an diesen Burschen Gefallen finden. Und alle anderen können auch getrost rein hören – kostet schließlich nichts!











