Seven Ends - To The Worms
Mrz 8th, 2012 | Von Alekto | Kategorie: Kritiken
So kann’s gehen - 2010 haben die Niederländer Seven Ends beim Wacken Battle für ihr Land triumphiert, und nun legen sie knapp 2 Jahre später mit “To The Ends” ihr Debütalbum vor, um der Welt zu beweisen, dass man Limburg nicht nur wegen der aromatischen Käsesorte kennen sollte. Nachdem man in der Zeit dazwischen immerhin eine selbstbetitelte EP in Eigenregie veröffentlichen konnte, kam man anschließend bei Massacre Records unter und Andy Classen übernahm Mix und Mastering auf dem ersten Longplayer.
Günstige Voraussetzungen also um so richtig durchzustarten… wenn sich hinsichtlich modernem Thrash Metal nicht langsam aber sicher Übersättigungsgefühle einstellen würden. Keine Frage, die Jungs um Frontmann Jan Bieseman spielen ein technisch gutklassiges Gemisch aus Thrash und Death Metal (wobei der Todesblei-Anteil nur sporadisch zur Geltung kommt), aber ob man damit wirklich noch “Ohs” und “Ahs” aufgrund kompositorischer Innovation und Originalität ernten kann, wage ich zu bezweifeln. Zwar bemühen sich die Holländer um Abwechslung, indem nicht einfach nur durchgehend das Gaspedal niedergedrückt wird, aber die Songstrukturen, die Leads, die Breaks - all das hat man irgendwie schon mal gehört.
“Für Fans von Legion Of The Damned, Kreator oder Suicidal Angels” ist auf dem Info-Sheet der Plattenfirma zu lesen - das trifft es ziemlich gut, denn hier kann man Seven Ends tatsächlich gut musikalisch einordnen. Es wäre gut, wenn die Band es schaffen würde, sich hinsichtlich Eigenständigkeit freizuschwimmen (und by the way: dem ganzen superfett produzierten “Old School”-Thrash-Genre täte mehr Originalität gut, sonst läuft es sich unweigerlich tot). Wie auch immer - Fans oben genannter Bands sollten durchaus ein Ohr riskieren.
INFOS
Laufzeit: 40:43
Tracklist:
1. Deathmachine
2. To The Worms
3. Cadaver Throne
4. Nation Of Fear
5. Bloodfields
6. A World In Darkness
7. Hypocrites Of Faith
8. Chained
9. Rats
Line-Up:
Jan Bieseman - Vocals
Ricardo Carta - Guitars
Leon Vinders - Guitars
Noud van Erp - Bassguitar
Cor Niessen - Drums











