Paganfest 2012, Wien
Apr 6th, 2012 | Von Metallicat | Kategorie: Livereports, Top-Story
Am Freitag dem 23.3. war es endlich so weit und das Paganfest stand vor der Tür! Noch schnell zu recht gemacht und dann zur U-Bahn geeilt, da man eh schon spät dran ist…. Aber wie solls auch anders sein, wenn das Spektakel schon so bald beginnt und man noch die Akkus der Kamera aufladen muss…blöde Technik ;-) Leider habe ich dadurch die ersten beiden Bands versäumt….
Pünktlich zu Heidevolk trudelte ich aber dann doch noch bei der Arena ein und konnte dem melodischen Gesang der beiden Sänger lauschen. Hauptsächlich spielten die Niederländer Songs vom neuen Album Batavi. Dass es den Besuchern gefiel merkte man, da die Halle sehr voll war. Durch die Hitze die jetzt schon entstand wurde man gleich durstig.
Also schnell vor Negura Bunget ein Bier für die trockene Kehle besorgt und wieder ab in die Menge. Aber plötzlich war gähnende Leere im Saal. Hm an der Bühnenpräsenz bzw. am Sound der Band kann es nicht liegen. Vielleicht eher daran, dass die meisten Paganmetaler mit so einer Mucke nichts anfangen können. Teilweise etwas düster und melodisch, dann wieder voller Power und hart. Naja ich fand‘s ein gelungenes Konzert.
Nach einer kurzen Verschnauf- und Rauchpause ging’s auch gleich mit Equilibrium weiter. Die Deutschen gaben wieder mal alles und man merkte auch welche Musik bei Paganfans besser ankommt, denn die Halle war wieder zum Bersten voll. Es wurden Klassiker wie „Blut im Auge“, „Unbesiegt“ und natürlich auch „Met“ gespielt. Hm schade, dass man keinen kaufen konnte… Zum Glück gab es ein Getränk, das so ähnlich aussieht… ;-)
Voll ausgepowert etwas Luft geschnappt und dann musste man schon wieder zu Primordial rein. Siehe da meine Vermutung wurde bestätigt. Die düstere Atmosphäre hat so manche Besucher schon wieder vertrieben. Macht nix, denn so konnte man sich wenigstens rühren. Schon bei den ersten klängen bekam ich eine Gänsehaut und die Stimme von Sänger A. A. Nemtheanga fesselte mich bis zum Schluss. Nach 21 Jahren sollte die Truppe aber auch wissen was sie tut.
Endlich losgerissen besorgte ich mir noch schnell ein Bier, da ich nicht ohne die Trunkenbolde von Korpiklaani bestaunen wollte. Aber leider ließen die Finnen auf sich warten…. Endlich ging es dann mit dem „Hunting Song“ los. Später wurde sogar ein Lied von Motörhead gespielt. Außerdem wurden diverse alkoholische Getränke besungen, wie „Vodka“, „Tequila“ oder „Beer Beer“. Ehe man sich versah war die lustige Performance auch schon wieder vorbei.
Mit Eluveitie kam dann endlich der Hauptact des Paganfesttages. Die Schweizer legten ihr Hauptaugenmerk auf das neue Album Helvetios und begannen ihren Auftritt mit dem gleichnamigen Lied. Dadurch wurden leider ein paar ältere Hits ausgelassen, welche mir persönlich schon etwas gefehlt haben. Doch die tolle Bühnenpräsenz machte dies wieder wett und auch dass „Inis Mona“ gespielt wurde. Nachdem die Menge tobte und ständig nach einer Wall of Death verlangte meinte der Sänger nur: „Wenn ihr unbedingt wollt macht halt eine, Hauptsache ihr feiert mit uns!“
So und wer das diesjährige Paganfest gut überstanden hat und keine Klaustrophobie bekam, kann sich auf das nächste freuen, denn das kommt bestimmt, hoffentlich mit anderen Bands. ;-)



