M.A.D. – M.A.D.

Apr 29th, 2009 | Von Selfdetonator | Kategorie: Kritiken

Na das nenn ich mal eine grandiose Truppe aus Ingolstadt, wo scheinbar nicht nur gute Autos herkommen. Hier wird weder experimentiert noch versucht, kompliziert oder gar extrem schnell zu musizieren, nein! Hier wird purer Rock performed, und zwar in den herrlichen Gefilden der härteren Gangart aus den Achtzigern. Die Herren agierten bereits gemeinsam mit Größen wie Saxon, Bonnie Tyler und Bonfire, die ja ebenfalls aus Ingolstadt stammen. Letztere Band lässt sich wohl am meisten mit dieser Band vergleichen. Wobei ich sogar finde, dass die Melodien und Trackabfolgen kreativer und vielseitiger gestaltet sind, als Bonfire’s akustische Darbietungen.

Die Scheibe passt sehr wohl zur Beruhigung beim täglichen Stau auf Wien’s Südosttangente wie auch zu einem Lagerfeuer, wo reichlich T-Bone Steaks mit BBQ Sauce vertilgt werden. Die Riffs sind schön einprägsam, der Gesang ist verständlich und gnädigerweise nicht allzu philosophisch. Was dabei hilft, auch nach mehreren Gerstensäften mitsingen zu können. Die Stimme von Mastermind Jochen gliedert sich irgendwo zwischen Brian Johnson von AC/DC und eben Claus Lessmann von Bonfire ein, schön rauchig, aber man trifft mühelos jeden Ton. Hin und wieder ein schmackhaftes Gitarrensolo, zwischendurch eine eher langsame Nummer, damit auch die Rockseele einmal schmusen darf. Insgesamt regieren hier aber die schnelleren rockigen Stücke.

Alle Songs gemeinsam bringens auf etwas mehr als eine halbe Stunde, somit genau richtig, um 2, wenn nicht 3 Generationen zur Bewegung zu animieren, ohne dass es irgendwen zu anstrengend wird.

Von M.A.D. wird man hoffentlich noch mehr zu hören bekommen. Hut ab!

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