Huntress - Spell Eater

Apr 22nd, 2012 | Von Alekto | Kategorie: Kritiken

Alles erscheint sonnenklar. Da sind ein paar räudige, bärtige, in Jeans gewandete Typen einer neuen Band und als Aushängeschild sehen wir eine langbeinige, blonde, äußerst leicht bekleidete Frontfrau. Ansonsten stechen uns Silikonbrüste und Kunstblut ins Auge. Eigentlich hat diese Kapelle ja schon verloren, bevor wir den ersten Ton vernommen haben. Warum nur wird immer wieder versucht, durch den entsprechenden optischen Aufputz vom eigenen musikalischen Unvermögen oder von mangelnder Originalität abzulenken? Schimpf und Schande …

… über mich selbst, denn selten habe ich mich so von Vorurteilen leiten bzw. täuschen lassen. „Spell Eater“, das Debütalbum der Kalifornier Huntress, regelt nämlich ganz gewaltig! Es erwartet uns frischer, druckvoller Heavy Metal mit Thrash-Schlagseite – abwechslungsreich und mit einer höllisch guten Lead-Gitarre. Der Gesang von Frontfrau Jill Janus hat weder mit opernhaftem Geträller einer Tarja Turunen zu tun, noch mit Ich-will-wie-ein-Kerl-klingen-Gegrowle einer Angela Gossow – die selbsternannte Hexe schreit, wimmert, jauchzt, kreischt und ja – sie singt auch, und das verdammt gut! Ich meine schon lange keine so exaltierte, powervolle und variable weibliche Gesangsstimme im Metal-Bereich mehr gehört zu haben – klar ist aber, dass man sie nur lieben oder hassen kann, dazwischen gibt es eigentlich nichts.

In Verbindung mit den überdurchschnittlich guten Songs – allen voran der Überflieger „Eight Of Swords“ - lässt das nur den einen Schluss zu: dass wir es mit einem außergewöhnlichen Debütalbum zu tun haben. Darauf sollte sich der geneigte Metal-Hörer konzentrieren, denn Optik und Okkultismus-Image sind zu vernachlässigen bzw. lenken nur ab. Daumen hoch!

Rating:
★★★★½

Videoclip: “Eight Of Swords”

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INFOS

Tracklist:

01. Spell Eater
02. Senecide
03. Sleep And Death
04. Snow Witch
05. Eight Of Swords
06. Aradia
07. Night Rape
08. Children
09. Terror
10. The Tower

Line-Up:

Jill Janus - Vocals
Blake Meahl - Guitar
Ian Alden - Guitar
Eric Harris - Bass
Carl Wierzbicky - Drums

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Genre: ,



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One comment
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  1. Hab mir bisher lediglich den Titeltrack angehört und dieser klingt schon sehr vielversprechend. Werd mich also auch bald mal an dieses Album ranmachen;-)