Ewigheim - Interview mit Yantit
Jun 14th, 2012 | Von Deathman | Kategorie: Interviews, Top-Story
Ganze acht Jahre ist es her dass sich Allen B. Konstanz, Schwandorf (beide von The Vision Bleak) und Yantit (Eisregen) zusammen taten um mit Ewigheim „Heimwege“ zu veröffentlichen und einige Gigs zu spielen. Nun jedoch erscheint endlich das langerwartete Album „Bereue Nichts“ und wir hatten die Gelegenheit uns mit Gitarrist Yantit darüber zu unterhalten, warum es so lange gedauert hat eine neue Scheibe heraus zu bringen. Und natürlich noch über mehr, aber lest selbst:
Hallo und vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst meine Fragen zu beantworten! Seit der Veröffentlichung von eurem letzen Album „Heimwege“ sind nun schon 8 Jahre vergangen. Wie war es für euch nach solch einer langen Zeit „Bereue Nichts“ aufzunehmen?
Yantit: Hallo und kein Problem. Es war ein tolles Gefühl aber vor allem war es nicht selbstverständlich. Wir haben in den letzten Jahren immer wieder Versuche unternommen ein drittes Album in Angriff zu nehmen, scheiterten jedoch an den unterschiedlichsten Dingen. Vor allem die nötige Zeit war ein großes Problem. In Phasen, in denen wir mit den anderen Bands (The Vision Bleak und Eisregen) beschäftigt sind, ist es einfach unmöglich den Kopf komplett frei zu bekommen und sich an die Arbeit zu machen. Da wir uns von Anfang an einig waren, dass dies die wesentliche Vorraussetzung ist, war es schlicht und ergreifend unmöglich, und ein halbherzig „dazwischen geschobenes“ Album stand sowieso nie zur Debatte. Als dann absehbar war, dass uns etwa ein halbes Jahr zur Verfügung steht, in dem wir weitgehend frei von musikalischen Verpflichtungen sind und sich auch die persönlichen in Grenzen halten, haben wir uns sofort ans Werk gemacht.
Gibt es deiner Meinung nach musikalischen Unterschieden zwischen „Bereue Nichts“ und euren vorherigen zwei Alben?
Yantit: Für meinen Geschmack stellt „Bereue nichts“ so etwas wie ein Bindeglied dar, dass die elektronischen und die härteren Elemente der „Mord nicht ohne Grund“ CD mit den melancholischen Momenten von „Heimwege“ verbindet. Das bezieht sich allerdings vorwiegend auf die Musik, textlich ist bei Ewigheim alles beim alten. Darüber hinaus machen wir uns beim Musizieren keine Gedanken, in welche Richtung sich das Ganze entwickelt…
Kannst du unseren Leser einen genaueren Einblick in die Lyrics von „Bereue Nichts“ geben?
Yantit: Wie gesagt, textlich hat sich nicht viel verändert. Im Wesentlichen dreht sich bei Ewigheim immer noch alles um den Tod, das Sterben an sich und darum, dass es besser ist, eigenhändig aus dem Leben zu scheiden, als sich durchs Leben zu quälen und sich damit irgendwelchen fremdgesteuerten Einflüssen auszusetzen, die doch für nicht mehr als Verzweiflung sorgen. Wenn ich die aktuellen Texte mit denen der ersten beiden Alben vergleiche, hab ich zudem das Gefühl, sie sind etwas melancholischer und verbreiten eine gewisse Perspektivlosigkeit. Auch wenn Ewigheim nie eine Band der „lyrischen Lebensfreude“ war, will ich diesen Zustand einfach mal auf unser steigendes Alter schieben. °lach°
Im August habt ihr auf dem Barther Metal Open Air ebenfalls nach 8 Jahren euren ersten Auftritt. Man kann also sagen, dass Ewigheim-Gig bei euch nicht zur Routine gehören. Blick ihr da dem ganzen locker entgegen, oder gibt es auch eine gewisse Nervosität?
Yantit: Aber hallo, wir sind super nervös! °lach° Nach 8 Jahren (Konzert-)Pause zählt nichts von dem, was vor der Pause war und wir beginnen (live) quasi bei Null. Im Moment bereiten wir die Setliste vor, suchen nach Möglichkeiten die elektronischen Bestandteile der Musik auf der Bühne umzusetzen und proben jeder für sich. In einigen Wochen wird es dann die ersten Proben als Band geben und wir werden sehen, wo wir stehen. Das Schlimme daran ist, dass sowohl Allen B. als auch ich selbst, sehr perfektionistisch veranlagt sind, was auf der einen Seite dazu führt, dass wir von uns selbst mehr erwarten, als es jeder Zuschauer könnte und uns damit unter Druck setzten, auf der anderen Seite aber auch in Ordnung ist, da diese Eigenschaft bislang immer zum Erfolg geführt hat. °lach°
Stehen auch noch weitere Gigs an?
Yantit: Wir sind am Planen und es wird mit Sicherheit noch weitere Konzerte geben, etwas Konkretes kann ich dazu aber noch nicht sagen… einfach die Augen offen halten!
Wie geht es anschließend bei euch weiter?
Yantit: Ich hatte Eingangs ja bereits geschrieben, dass wir uns mit Ewigheim vor allem nach freien, zeitlichen Kapazitäten richten müssen. The Vision Bleak haben gerade damit begonnen am „Set Sail To Mystery“ Nachfolger zu arbeiten und auch von Eisregen wird es in diesem Jahr noch etwas (nicht ganz) Neues auf die Ohren geben. Wenn diese Dinge erledigt und keine neuen dazwischen gekommen sind, werde ich mich mir Gedanken um ein viertes Ewigheim Album machen… 8 weitere Jahre werden dann bis zu seiner Fertigstellung hoffentlich nicht wieder ins Land gehen. °lach°
Noch irgendwelchen letzten Worte?
Yantit: Ich danke dir für das Interview und den Lesern für ihr Interesse. Wer mehr wissen möchte, soll einfach immer mal auf unsere Homepage (www.ewigheim.de) schauen, sie wurde in den letzten Wochen überarbeitet und bietet alle (nötigen) Informationen.
Vielen Dank!



