Nova Rock 2012 Tag 1

Jun 28th, 2012 | Von Gastautor | Kategorie: Livereports, Top-Story

Müder Start trotz soliden Shows, wo dann das Wetter auch nicht mehr mitmachen wollte und Sexualkunde Unterricht mit Steel Panther!

Das Nova Rock öffnete dieses Jahr schon am Donnerstag seine Pforten und ließ die Festival begeisterten Besucher ihre Zelte aufschlagen. Nachdem man sich für die nächsten drei Tage mehr oder weniger häuslich eingerichtet hatte und zur Belohnung das erste Bier genoss, sorgten Österreichs Teene Punker von Thirteen Days und 3 Feet Smaller für die akustische Untermalung. Mit den Gedanken an die großen Namen aus der Rock und Metal Szene, die das Line Up der nächsten Tage zierten, ruhte man dann zufrieden.

Binnen des Freitag Vormittags füllten sich die Parklücken und Campingplätze des restlos ausverkauften Festivals. Besucher, sowie das Wetter waren gut gelaunt und nach den ersten Bieren wollte man auch der Musik frönen und marschierte zur Blue Stage um den ersten gut bekannten Namen des ausgiebigen Line Up zu hören und sehen. Royal Republic zeigten zur Mittagszeit, dass es nie zu früh ist um zu Rocken. Trotz solidem Set der Schweden kamen weniger Besucher als man erwarten hätte können und nur durch Animation von Sänger Adam Grahn konnte diese träg wirkende Masse für die ein oder andere erhobene Faust motiviert werden. Punks not dead dürften sich dann am Nachmittag Lagwagon gedacht haben und performten eine gute Show wie man sie von ihnen gewohnt ist. Doch leider auch hier war das Publikum nicht zahlreich erschienen und nur durch Animation nahmen die Besucher aktiv am Auftritt teil.

Von Punk zu Glam Rock ging es dann auf der Red Stage weiter wo Steel Panther Unterricht gaben in dem Fach in dem sie sich am besten auskennen: Sexualkunde. Nach Steel Panthers Motto „two in the pinky one in the stinky“ gab dann auch Gitarrist Satchel sein bestes Deutsch zu Gute und meinte brüchig: „Muschi lecken!“. Was laut ihm auch Sinn ergibt, denn wie er meinte: „ There is a lot of dust. So your pussy gets dirty. After the show come backstage and we clean it with our toungs.“ Was zu furoren Schreien führte im Gegensatz zu Bassists Lexxi Foxx Aussage: “I love the zoo, cause there are animals.“ , was eher zu Gelächter führte. Jedoch zeigte Lexxi Foxx dann später, dass auch in ihm ein Mann steckt und behauptete, er könne „Muschi lecken“ und dabei Pizza essen. Die laut Satchel beste Band im Universum machte nicht nur eine sehr gute Show sondern war an diesem Tag die erste Band wo deutlich mehr Besucher vor der Bühne standen und ohne Animation sich aktiv am Unterricht beteiligten. Doch wer würde das nicht wenn Sänger Michael Starr des Öfteren weibliche Fans auffordert ihre Brüste zu zeigen. Was zur nächsten Lektion von Steel Panther führte in Sachen Sex auf einem Festival. Diese lautet, nie seine Freundin auf ein Festival mitzunehmen. Denn das wäre wie wenn man Sand zum Strand mitnehme. Nachdem Satchel zugegeben hat, er sei auf Kokain, penetrierte Starr alles was sich auf der Bühne befand und Lexxi Foxx ließ sich von seinem Ventilator während der vollen 50 Minuten Show wortwörtlich einen blasen. Steel Panther ist bekannt für ihre „Sex sells“ Show und haben diese am Nova Rock perfekt zelebriert. Einzig fehlte vielleicht ihr Super Hit Party all day, doch dass sie das tun weiß man, spätestens nach der Aussage von  Lexxi Foxx :“ My XTC is working!“ und Satchel sich mit kargem Deutsch meldete :“ Ich habe einen Ständer!“

Weit weg von Glam und Sex zeigten sich dann Lamb of God mit feinstem Line Up das das Publikum von einem Mosh Pit zum Nächsten trieb und die Lämmer des „fucking Metal“ den noch trockenen Boden als Staub zu Gott empor schicken ließ. Sänger Randy bewies, dass man das Wort „fuck“ divers sehr oft verwenden kann und angetrieben von angeblich erkranktem Schlagzeuger Chris Adler, der die Peitsche trotzdem schnalzen ließ, war der Auftritt von Lamb of God ein verfrühtes Highlight am Nova Rock. Alleine bleibt die Frage offen ob Bassist John Campbell laut Presse Interns wirklich Gandalf ist.

Nach Glamure und „fucking Metal“ ging es dann wieder zu Punk Rock mit Offspring, die auch nach vielen Jahren nicht müde geworden sind und mit ihren Klassikern nach einem trägen Start des Festivals endlich eine gewisse Masse an Publikum in ihren Bann ziehen konnten. Trotz der nun vielen motivierten Besuchern wollte das Wetter dann aber nicht mehr.

Schon vor dem Auftritt von Offspring gaben die Meteorologen eine Sturmwarnung bekannt, der sich Offspring aber widersetzte. Am Spielplan wäre Rise Against bzw Within Temptation gestanden doch sowohl auf der Blue Stage als auch auf der Red Stage, wurden die Besucher freundlich aufgefordert das Areal vor der Bühne zu räumen und nach Ende des Sturms würde das Programm fortgesetzt. Nach etlichen Buh-Rufen wartete man dann den Sturm ab und wie versprochen ging es dann wie im Programm stehend weiter. Jedoch nur auf der Blue Stage. Wegen zu großer Sorge der Veranstalter wurde das Programm auf der Red Stage nicht fortgesetzt, was so viel bedeutete, dass ein Großteil der Besucher die wahrscheinlich wegen Within Temptation und Marilyn Manson kamen, enttäuscht sich in ihren Zelten verkrochen. Oder wer es wagte, sich nach kurzen aber ergiebigen Regenschauern und Sturm zur Blue Stage zu begeben, konnte sich mit Raise Against und Linkin Park noch einen schönen Abend machen. Die Amerikaner rund um Sänger Tim Mcllrath brachten das Publikum nach dem Unwetter zurück auf den Pfad der Freude, der guten Stimmung und des richtigen Festival-Feelings. Gegen immer wieder kurz auftauchende Windböen hielten die Besucher stand und genossen die Show von Raise Against, bis es dann zum letzten Auftritt an diesem ersten chaotischen Tag kam. Linkin Park, die schon letztes Jahr das Vergnügen genossen haben am Nova Rock ihr Bestes zu geben, taten dieses Jahr nichts Anderes und spielten ihr übliches Set das so wie immer die Massen begeisterte was bei den diesjährigen Besuchern schon fast an Sensation grenzte.

Fotos auf Face Book
Zum 2. Tag
Zum 3. Tag
Teil 1 vom Fototopf
Teil 2 vom Fototopf


One comment
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  1. Yo, war super dieses Jahr, vor allem diese Auflistung an absuluten Klassikern war es gut und gern wert, den Weg (und die Kosten) auf sich zu nehmen :D
    Ich hab noch ein Paar Fotos auf meinem Blog von dem Festival, wen’s interessiert: http://delusional.at/?p=2921 Vielleicht bist du ja auf einem Der fotos drauf? Internet-Famous! :D
    Keep on Moshing, Haudruff