The Shrine - Primitive Blast

Jul 4th, 2012 | Von Ankh | Kategorie: Kritiken

Wer sich hier selbst als „psychedelic violence“ einschätzt, spielt Spaß machendes Garagen-Gegröle mit Solo-Freude und mäßig spannender Bildersprache. THE SHRINE punkten also vornehmlich mit Statements und Attitüde, aber Weltveränderung erwartet man in diesem Bereich auch gar nicht. The Shrine beschreiben sich selbst ja mittels folgendem Gedankenspiel: “Balck Sabbath waren nie geiler und drogenabhängiger als 1979, wo sie “Never Say Die” auf den Markt brachten. Was wäre, wenn diese Band an einem freien Tag in Los Angeles ein paar Drinks im “Rainbow” nimmt , sich die lokale Szene angucken will und gerade noch die letzten Sekunden eines Circle-Jerks Gigs mitbekommt? Darauf hin checken sie in einem lokalen Proberaum bzw. einem Lokal mit Proberaum ein und jammen Thin Lizzy Songs mit Keith Moon am Schlagzeug. Natürlich hat diese Begebenheit nie stattgefunden, aber wenn es sogewesen wäre und Ihr Euch diesen Sound vorstellt, seid ihr bereit für THE SHRINE!”

Die Band bietet vor allem knapp drei Minuten lange Songs, die nach zehn Sekunden zünden, ohne dann aber schon alles gesagt zu haben. „Zipper Tripper“ beschreitet einen in diesem Rahmen relativ weiten Weg und klingt sehr dynamisch,  „Primitive Blast“ und  „Run The Night“ sind Hits zum Verschütten von Bier und “scheiß egal wie es aussieht”- Tanzversuchen. Die herrlich schrägen Texte von „Louise“ oder  „Freak Fighter“ machen die Gruppe aus Los Angeles noch sympathischer,denn so vorhersehbar flink sie stets wieder Vollgas geben, so verspielt haben sie ihre Stücke arrangiert. Allem voran das Ende der Scheibe: Ab „Wasted Prayer“  klingen die Songs nach unverfälschtem, klassischem Rock. „Drinking Man“ ist dabei eine frische Säufer-Hymne, „Deep River“ hingegen geht eher in die Stoner-Fraktion.

FAZIT: Die Combo fackelt ein virtuoses Feuerwerk ab und sei allen empfohlen, die gutes Songwriting nicht im Hochglanz-Sound hören wollen. Eben richtig geiler Sound aus dem Untergrund, der einfach nur für gute Stimmung sorgt, ohne dabei zu viel Augenmerk auf Perfektion zu legen. Kurz gesagt: Die Jungs spielen fern ab vom Kommerz unterdrückt ihr Ding und gerade das macht sie für mich hörenswert.

Rating:
★★★½☆

INFO

Laufzeit:31:50 Minuten

Traklist:
* Ripper Tripper
* Whistlings Of Death
* Freak Fighter
* Run The Night
* Primitive Blast
* Louise
* Wasted Prayer
* Drinking Man
* Deep River (Livin’ To Die)

Line-Up:

Bass - Courtland Murphy
Gesang - Josh Landau
Gitarre - Josh Landau
Schlagzeug - Jeff Murray

Band Homepage
Facebook Seite der Band

Genre:



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