Extremefest 2012 St. Pölten - Teil 1
Jul 12th, 2012 | Von Deathman | Kategorie: Livereports, Top-Story
Erfahrungsgemäß kann ich sagen, dass es nicht viele Festivals gibt, die halten was sie versprechen! Nicht so das Extremefest, welches in der Österreich Ausgabe, dieses Jahr am VAZ Gelände in St. Pölten, zum ersten Mal seine Pforten öffnete. Denn hier ist der Name schließlich Programm: Dies zeigte sich schon beim Aufstellen der Zelte. Wo bei anderen eine Wiese ist, befand sich das Camping Areal auf einem Schotterplatz, der nicht gerade sehr Zeltfreundlich wirkte und sich auch gegen den Versuch, die Heringe mit einem Hammer effizient in den Boden zu befördern, sehr resistent zeigte. Macht aber nichts, denn das Zelt steht auch so, wenn auch mit eingebrochenen Stangen. Ebenfalls ziemlich hart, waren die zahlreichen Glasscherben auf dem Platz, was Barfußgeher auch zum Verhängnis wurde. Nun aber genug beschwert, denn schließlich will hier ja niemand ein Weichei sein ;-)
Nachdem ich die erste Band auf meinem Plan, Irdorath, leider verpasste, ging es ab zur kleinen Halle auf die 2nd Stage wo uns schon Endiryah erwarteten. Hatte der dargebotene Core zwar gute Ansätze, fehlte schlussendlich noch das gewisse Etwas. Aber der Gitarrist war sichtlich bemüht die Stimmung hoch zu halten, sodass ich zu dem Entschluss kam, die Wiener in Zukunft im Auge zu behalten.
Anschließend waren Death Mentality sehr motiviert, um einen guten Eindruck zu hinterlassen, doch irgendwie wollte bei diesem Deathgebräu, bei mir der Funke nicht wirklich überspringen, weswegen ich mir lieber mal einen gepflegten Gerstensaft genehmigen wollte.
Nach einigen Momenten in der sengenden Hitze ging es wieder ab in die etwas kühlere Halle, wo schon Arafel den Soundcheck durchzog. Zwar ist diese Band, im Gegensatz zum Veranstaltungsnamen nicht ganz so extrem, aber die aus Tel-Aviv stammende Band rund um ex-Equilibrium Sänger Helge Stang, zeigen sich in Höchstform. Es haben sich nur wenige Leute eingefunden, was vielleicht daran liegt, dass diese Musik doch nicht den Zahn des Publikums trifft, doch aber auch ohne Schirm, Scharm und Melone kann der Helge doch noch überzeugen.
Schließlich kam es, wie es kommen musste: Trinkt man gemütlich ein paar Bierchen, übersieht man natürlich die Zeit und kommt viel zu spät zu
Nasum, sodass ich lediglich die letzten drei Songs zu Gesicht bekam. Naja was soll´s, hauptsächlich ich habe sie noch kurz erblicken können, bevor sich die Band in den Ruhestand begibt.
Wenigstens konnte ich mir meine Kräfte so für die heimischen „Stars“ von Belphegor aufsparen, was auch mehr als nötig war, da es mit zunehmender Zuschauerzahl in der Halle immer stickiger wurde. Und auch wenn ich von der Performance der Band bis heute nicht so viel abgewinnen kann, muss ich schon zugeben, dass mich die Musik absolut mitreißt. Weit weg von jeglicher Plastizität, sorgte man für höchsten Death Black Genuss, der lediglich vom stellenweisen schwammigen Sound getrübt wurde.
Die anschließenden Deathcore Heroen von Suicide Silence, waren dann doch etwas zu viel für meinen Geschmack, sodass es mir nicht wirklich schwer viel mich schnell für die After-Show Party bereit zu machen!
Alles in allem ein gelungener Festivalstart, doch taten mir jene leid, welche ohne Unterlage in den Zelten nächtigen mussten. Aber wie gesagt, ist das hier schließlich nichts für Wabbler ;-)



