The Forsaken - Gitarrist Patrik im Interview

Jul 18th, 2012 | Von Deathman | Kategorie: Interviews, Top-Story

Über neun Jahre war es nun still bei den Schweden von The Forsaken. Doch mit „Beyond Redemption bewies man eindrucksvoll, dass man während der Jahre keinen Rost angesetzt hat und bietet wieder Vollgas Death Metal mit leichten Thrash Einschlag. Aus diesem Grund unterhielten wir uns mit Gitarrist Patrik Persson, welcher uns einen Einblick in das neue Werk gibt und uns erzählt, was die Band die letzten Jahre so getrieben hat. Viel Spaß beim lesen:


Hallo und Gratulation zu eurem neuen Album „Beyond Redemption“, welches seit 2003 eure erste Scheibe ist! Wie ist es nach einer solch langen Zeit, wieder mal was Neues aufzunehmen?


P: Hallo und Danke! Es ist ein sehr gutes Gefühl schlussendlich wieder eine neue CD zu veröffentlichen. Wir waren all die Jahre immer aktiv und haben auch eine Zeit lang an dem Material gearbeitet. Zuzusehen wie alles in einem kompletten Album zusammenkommt ist immer cool. Es ist ebenfalls sehr schön gute Kritiken und Interviews, um über die Musik zu reden, zu bekommen. „Beyond Redemption“ fühlt sich wie ein wirklich solides Album an und wir sind sehr stolz darauf.


Was hab ihr den all die Jahre so getrieben?


P: Also wir haben eigentlich genau das gleiche gemacht wie immer: Proben, Musik machen und natürlich einige Gigs. Dieses Mal ging halt alles ein wenig langsamer. Nach „Traces of the Past“ wechselten wir in eine Art Schlafmodus, wo wir nichts Qualitatives zustande brachten. Die Band wurde auch geographisch ein wenig auseinandergeschoben, als ich wegen meines Studiums in eine andere Stadt zog. Dies hat auf das Songwriting einen ganz schön negativen Einfluss, da wir immer eine Band waren, die alles zusammen im Proberaum gemacht hat. Irgendwann 2008, starteten wir mit den Arbeiten, welches schließlich zu unserem Album führte.


Wie würdest du euren Stil, jenen Leuten beschreiben, die noch nie etwas von euch gehört haben?


P: Hmmmm… Ich würde uns als eine moderne, Old-School Swedish Death Metal Band bezeichnen. Obwohl wir nicht den typischen schwedischen Stil spielen, gibt es doch merkliche Einflüsse von Bands wie Dismember, Entombed and Hypocrisy. Das Fundament unseres Musikstils ist immer guter alter Death-Metal, aber wir schmeißen auch noch anderes Zeugs mit rein, um etwas Abwechslung zu erzeugen.

Was sind deiner Meinung nach die größten Unterschiede zwischen eurem letzten Album “Traces Of The Past” und “Beyond Redemption”?

P: Die Neue ist besser! Aber um mehr ins Detail zu gehen, glaube ich, dass dieses Album ein einfacheres, natürlicheres Songwriting aufweist. „Taces“ ist ein sehr abwechslungsreiches Album, im Guten, wie auch im Schlechten. Da sind einige Death Metal Songs amerikanischer Art wie „Acid with acid“, einige sehr thrashige Tracks wie „First Weapon Of Choice“, sowie sehr melodische Sachen wie „One more kill“. Diese Songs klingen, als ob sie von verschiedenen Bands stammen würden. Auf der einen Seite macht dies das Album spannender, da du nie weißt, was dich als nächstes erwartet, aber auf der anderen macht es das Album zu divers. Auch bei „Beyond Redemption“ haben wir Variationen, aber hier gibt es ein viel solideres Gerüst, was das Album fokussierter macht. Wie schon gesagt sind auch die Strukturen und das Songwriting auf diesem Album einfacher. Die meisten Songs haben einen sehr unkomplizierten, fast schon poppigen Aufbau, sowie es At The Gates auf „Slaughter of the Soul“ hatten. Wir waren nie wirklich auf der Über-Technik Schiene und wollen die Sachen einfach halten.


Welche Themen bearbeiten die Texte in „Beyond Redemption“?


P: Alle Texte können in sehr vielerlei Hinsicht interpretiert werden. Meine grundsätzliche Inspiration beim Schreiben sind politische und soziale Themen. Es gibt sicher einige religiöse Metaphern, aber die Grundausrichtung ist vielmehr politisch, als spirituell. Viele Songs handeln von der Situation in den US, wo die gesamte Politik nach rechts gerückt ist und konservative bzw. Eiferer die Gesetze bestimmen. Es ist schon faszinierend, wie die einzig verbleibende Supermacht der Welt, so viele Schritte in Richtung Fundamentalismus gemacht hat, wo Geld das einzige Gesetzt ist.


Hab ihr schon Vorstellungen wie es bei euch weitergehen wird?


P: Momentan arbeiten wir daran einige Gigs für den Sommer und Herbst zu ergattern. Und auch einige Festivals sind dabei. Wir fangen auch an neue Songs für das nächste Album zu schreiben, sodass es nicht wieder 9 Jahre dauern wird, bis wir was veröffentlichen können.


Das war es auch schon wieder von meiner Seite aus! Danke, die letzten Worte gehören natürlich dir!


P: Vielen Dank für das Interview! Checkt unser neues Album, welches auch auf Spotify und I-tunes erhältlich ist. Stay brutal!

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One comment
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  1. Ein typisches Beispiel, wo man nach lesen des Interviews keinen deut schlauer ist, wie die Musik jetzt eigentlich klingt. Naja, bin vielleicht auch selbst Schuld, Musik ist aben zum Hören und Fühlen da, nicht zu besprechen.