Metalety - Interview mit Sänger/Gitarrist Benny
Aug 20th, 2012 | Von Deathman | Kategorie: Interviews, Top-Story
Die Welt geht vor die Hunde! Weiß eh jeder, die Frage ist nur wann und es ist immer wieder gut, wenn die Leute manchmal daran erinnert werden. So haben sich auch Metalety auf ihrem Zweitwerk „Radio Apocalyspe“, mit diverse Endzeitthematiken und anderen Problemen der Menschheit beschäftigt und das ganze mit ordentlichem Power Thrash musikalisch untermalt! Wir unterhielten uns mit Sänger/Gitarris Benny über die neue Scheibe:
Hallo! In kürze ist es so weit und eure neue Scheibe „Radio Apocalypse“ steht in den Regalen. Wir waren die Arbeiten zu dieser CD?
Benny: Die Arbeiten an der CD waren sehr spannend. Unser neuer Gitarrist Julian ist nicht nur ein sehr guter Saitenhexer, sondern auch ein hervorragender Songwriter. Während ich bei unserem Erstlingswerk „March To Hell“ noch alle Gitarrenparts alleine geschrieben habe, hat Julian bei „Radio Apocalypse“ extrem viel Material beigesteuert. Das macht die Songs natürlich um einiges abwechslungsreicher. Wir haben uns beim Songwriting sehr gut ergänzt, was unserer Musik viel mehr Möglichkeiten bot.
Des weiteren war mir persönlich sehr wichtig, mich gesanglich weiterzuentwickeln, weswegen ich den Gesangsparts recht viel Aufmerksamkeit gewidmet habe.
Da wir schon bei „March To Hell“ mit Martin Buchwalter vom Gernhart Studio zusammen gearbeitet haben und mit dem Ergebnis sehr zufrieden waren, wollten wir diesmal die komplette Scheibe bei ihm im Studio aufnehmen. Martin hat uns einen richtig fetten Sound gebastelt, der einem die Schuhe auszieht.
Alles in allem sind wir mit dem Gesamtergebnis mehr als glücklich.
Auf was können sich die Hörer gefasst machen?
Benny: Ich denke, wir bieten eine interessante und abwechslungsreiche Mischung aus Thrash- und Powermetal. Melodiösere Stücke wechseln sich mit Thrashgranaten ab. Hinzu kommen einige Besonderheiten wie ein Kinderchor oder Gastbeiträge von Gitarrist Frank Blackfire (ex Sodom / ex Kreator) und Sänger Björn Goosses (Night in Gales / The Very End). Gewürzt wird das ganze durch eine fette Produktion.
Um was geht es in den Texten und was bedeutet der Name des Albums?
Benny: Der Titel “Radio Apocalypse” fasst im großen und ganzen die Thematiken der einzelnen Songs zusammen. Das Album ist kein Konzeptalbum, aber die Kernaussage ist, dass wir langsam aber sicher auf das Ende zusteuern. Die Texte sind also meist recht sozialkritisch. „Deaf, Dumb ‚N’ Blind“ handelt z.B. von der Problematik, dass unsere gesamte Gesellschaft allmählich vor die Hunde geht. Die Gewaltrate nimmt immer weiter zu, die Umwelt leidet, Kriege, Schmerzen und Leid wohin man blickt. Trotzdem sitzen wir wie das Kaninchen vor der Schlange und rühren uns nicht. In „Overload“ geht es wiederum um einen Menschen, der sich so sehr in die Ecke gedrängt fühlt, dass er zu einem Amokläufer wird. Eine Thematik, die wohl leider nicht so schnell an Aktualität verlieren wird.
Es gibt aber auf dem Album auch Ausnahmen von all dem Negativen. Bei dem Song „Don’t Hold Back“ geht es z.B. um ein Metalkonzert. Bei dem Text hab ich so ziemlich jedes Klischee bedient was mir eingefallen ist. ;-)
Ihr habt zum Song „Purging Flames“ ein Video gedreht! Wie war es?
Benny: In erster Linie war es für alle Beteiligten sehr anstrengend und gleichzeitig auch recht aufregend. Dies war unser erster Videodreh und wir hatten alle keine Ahnung worauf wir uns da einlassen. Ca. 6 Stunden am Stück immer wieder den selben Song spielen, kann einen schon fertig machen haha. Hinzu kamen dann noch die Storyparts, in denen wir, bekleidet mit ABC Anzügen und Gasmasken, als Akteure mitwirkten. Wir haben dabei so geschwitzt, dass man die Anzüge hinterher ausschütten konnte. Das war schon eine intensive Erfahrung ;-)
Aber das Ergebnis kann sich echt sehen lassen. Mit unserem Produzenten Oliver Fries haben wir genau den richtigen Mann erwischt, der sich nicht nur Mühe gegeben hat unsere Ideen umzusetzen, sondern auch noch selber geniale Einfälle hatte, um das Optimum aus der ganzen Sache raus zu holen.
Mit Nadine Petry haben wir sogar eine professionelle Schauspielerin am Start, die in unserem Endzeitvideo das „Killerbabe“ spielt. Das ganze kann man sich ab/seit dem 15.08.2012 unter www.youtube.com/metalety anschauen. Ein Making of folgt noch.
Wo kann man euch in nächster Zeit live sehen?
Benny: Am 24.08.2012 feiern wir unsere Releaseshow in Oberhausen. Kurz darauf spielen wir am 07.09.2012 auf einem Open Air in Lünen. Weitere Gigs sowie eine Tour für 2013 sind in Planung.
Vielen Dank! Die letzten Worte gehören natürlich dir!
Benny: Vielen dank für das Interview und an EUCH vielen dank fürs lesen. Hört mal in die neue Scheibe rein oder schaut euch das Video an. Vielleicht ist das ja genau euer Ding.
Haut rein – Cheers
Benny



