Ekotren – Light The Fire
Apr 30th, 2009 | Von Selfdetonator | Kategorie: Kritiken
Ekotren sind eine Gruppe aus Florida, die nach eigenen Angaben extremen Metal spielen. Der Begriff ist klarerweise Ansichtssache und so bin ich selbst zur Meinung gekommen, dass sie eine Mischung aus Metalcore und sehr hartem modernen Rock fabrizieren.
Das Resultat bietet sehr eingängige Melodien und Rhythmen, womit man vor allem Quereinsteiger akquirieren kann. Denn das Paket „Light The Fire“ verfügt über die üblichen Zutaten, die man benötigt, um die breite Masse anzutreiben. Auch ruhige Nummern zum Schmusen und Grapschen zwischendurch sind vorhanden. Der Sound ist sehr gut gestaltet, da gibt es nichts auszusetzen.
Allerdings sehr wohl beim Gesang. Der Herr nennt sich John Sheldon und versucht zweigleisig zu fahren. Gut, diesen Spagat machen viele, und einige schaffen es sogar, sich dabei nicht den Sack aufzureißen. Allerdings hört sich Sheldons Gekreische dermaßen monoton an, dass man wie bei der ständig wiederkehrenden Lutz-Werbung mit der verblödeten Oma zwangsweise aggressiv wird.
Schade eigentlich, denn sein klarer Gesang lässt sich wirklich hören. Die restlichen Mitglieder der Truppe spielen technisch gut, leider fehlt dem Album eine gewisse Eigenständigkeit, um im ohnehin schon zum Bersten überfüllten Regal dieser Musikrichtung als Blickfang – oder besser Hörfang zu agieren. Denn zu wenig oft zeigt die Band in einigen Track-Parts, dass die Herren sehr wohl in der Lage sind, genau den richtigen Nerv zu treffen.
Aber als weniger anspruchsvolle akustische Begleitung in einem Metalschuppen zu späterer Stunde taugt die eine oder andere Nummer allemal.











