Romboló - Köd

Apr 30th, 2009 | Von Gastautor | Kategorie: Kritiken

“Romboló? - Noch nie gehört.“ So wird es sicherlich den meisten Wesen ergehen, wenn sie das erste Mal mit diesem Namen in Berührung kommen.
Im Jahre 2005 machte sich Ördögvér (Gitarrist der österreichischen Black Metal Formation TYRANTS) auf, seine eigenen Ideen und Ansichten in einem neuen Projekt der großen, musikalischen Welt zu präsentieren.

Eingespielt wurde alles so gut wie selbst, lediglich diverse Basspassagen und das Schlagwerk wurden von Sessionmusikern beigesteuert.
Sein Erstlingswerk hört auf den Arbeitstitel „Köd“, was auf Deutsch soviel wie „Nebel“ bedeutet und ist mit 10 Titeln zugepackt. Den interessierten Zuhörer erfreut die Platte fast exakt 45 Minuten. Released wurde es über das neue Wiener Label Division Nordwolf, welche auch schon für Veröffentlichungen von OBSKENE SONARE oder auch SKALDENKRAFT verantwortlich waren.

Kommen wir zur Platte: In einem 2-minütigen Introtrack wird der Hörer seelenruhig auf die treibenden Kraft vorbereitet, die ihn ab dem nächsten Titel erwartet. Durch das ganze Album zieht sich ein Faden schön durchdachter Kreativität. Die Riffs sind treibend, der Doublebass hämmert aus den Boxen, Rhythmuswechsel überragen gezielt. Man fühlt sich wie der lebendige Köder auf einer wilden Jagd, in der der Sieger immer ROMBOLÓ zu sein mag. Jedes Lied steht für sich selbst, obwohl die Übergänge gänzlich reibungslos überlaufen. Ein Highlight für mich persönlich ist das Ambient-Stück „Peaks Of Destiny“, welches mit Orgelspiel und Chören fast majestätisch sich an und in das Ohr vorwagt und dort auch verweilen kann.

Unter dem bekannten (und geliebten) Schlussstrich kann man getrost behaupten, Ördögvér hat sich mit diesem Black&Roll-Album die Messlatte für die darauf folgenden Veröffentlichungen schon enorm hoch gelegt. Ich werde jedenfalls ROMBOLÓ im Auge behalten und mich bis dahin mit diesem grandiosen Werk abspeisen lassen.

Rating:
★★★★☆

Myspace

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