Atrocity - Let War Rage

Dez 9th, 2009 | Von Agarr | Kategorie: Kritiken

Ach, ich weiß nicht. Es ist gerade mal die erste Zeile der CD-Review und ich will jetzt schon nicht mehr. Es ist ja immer irgendwie das selbe Problem bei diesem Genre und immer wieder rege ich mich auf, aber da müssen wir jetzt durch!

Es handelt sich um die amerikanische Version von Atrocity (nicht die Deutschen!), die ja schon seit den späten 80ern brav am Herumtoben sind. Damals noch von vielen dominierenden Metal Genres beeinflusst, hat sich mit der Zeit ein aggressiver Death Metal mit Grindcoreelementen herauskristallisiert, der das Markenzeichen von Atrocity geworden ist. Genauso wie von 100 Trilliarden anderer Bands. Und genau DAS ist das Problem und wird es auch immer so bleiben. Das einzige was Atrocity noch mit einer Schlinge aus diesem völlig vermoderten „Band-Sumpf“ nach Frischluft schnappen lässt, ist die Tatsache, dass diese Herren wirklich schon von Beginn an dabei sind und dementsprechend einen gewissen Grad an Respekt verdienen.

Musikalisch hat sich natürlich auf „Let War Rage“ nichts verändert. Oldschool ist seit fast 30 Jahren ein Motto, das heilig zu sein scheint und dementsprechend so behandelt wird. Der Großteil des Albums besteht daraus mit voller Kraft gegen die Drums zu hämmern und möglichst viele Riffs in der Minute unterzubringen, die stellenweise von groovigen Basspassagen abgelöst werden und somit in diesem kriegerischen Szenario zumindest ein wenig Verschnaufpause zulassen. Sänger Rich schreit sich in alter Hardcore-Manier die Kehlköpfe aus dem Hals (oder hat er etwa nur einen?) und wird gelegentlich von seinen Kollegen punkmäßig begleitet. Zusammengefasst eben eine aggressiver, schneller und manchmal chaotischer Haufen.

Empfehlenswert ist „Let War Rage“, wirklich nur für Hardcore-Sammler und für Leute, die sich die Birne 24/7 mit schnellem und aggressivem Oldschool Death Metal totschlagen - manche haben es ja bitter nötig. Und bevor ich jetzt von sämtlichen Herren der alten Schule gelyncht werde: Ja, Atrocity sind Klassiker in diesem Genre. Und nein, das neue Stück ist trotzdem nicht besser als Durchschnittsware! Punkt.

Rating:
★★½☆☆

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