Timor Et Tremor
Apr 26th, 2009 | Von Selfdetonator | Kategorie: InterviewsTimor Et Tenebra - Interessanter Name und interessante Musik. Ein erfrischender Mix aus Black und Pagan Metal, der sich vor anderen “größeren” Kapellen nicht verstecken muss. Wir durften mit den Mannen aus Deutschland ein kurzes Gespräch über die aktuelle Scheibe, Zukunft, Gott und die Welt führen - lest selbst:
Vorab möcht ich Euch zum aktuellen Album gratulieren. Super Leistung, und selbst für mich als Nicht-BMler mehr als einen Lauscher wert. Sind alle Pressereaktionen derart positiv?
Überwiegend sind die Reviews positiv. Natürlich gibt es immer “Spielraum” für Verbesserungen, aber im Großen und Ganzen sind wir für’s erste zufrieden.
Erzählt mir mal doch bitte von den Anfängen. Auf Eurer HP steht, dass ihr Euch irgendwann von einer DM-Band getrennt habt. Ist das Interesse nach schwarzem Metall erst im Laufe der Zeit entstanden, oder waren die Tendenzen immer schon da und es gab halt keine Möglichkeit, sowas zu realisieren?
Es fing damit an das Ich (Jan) und Björn (der Ex-Gitarrist) uns von Twilight Prophecies wegen den berühmten persönlichen Differenzen getrennt haben. Und da zumindest Ich schon immer einen starken Hang in Richtung Black Metal hatte und habe, fiel die Entscheidung für eine neue Stilrichtungen nicht schwer. Bei Twilight Prophecies gab es ja auch den ein oder anderen Part, der schon in die Richtung ging.
Die darauf folgenden teilweise schnellen Besetzungswechsel waren nicht unbedingt förderlich. Wobei viele Songs von der Scheibe noch mit der ersten Besetzung entstanden. Natürlich haben Sie sich beim Proben und den Aufnahmen noch verändert, aber die Grundpfeiler standen soweit…

"Wie wollten erstmal keinen Namen, der schon von vornherein verrät, welche Art Metal sich dahinter verbirgt."
Die Produktion ist eine Gemeinschaftsproduktion, wo quasi jeder seinen Teil, auch abgesehen von der Instrumentalisation, beigetragen hat. Das Songwriting sieht so aus, dass einer von uns eine Grundidee mitbringt und alle sich dann daran beteiligen und Ideen einbringen. Konflikte konnten wir bis jetzt ganz gut vermeiden… Die Songs sind genau so geworden, wie wir sie haben wollten. Ich würde mich jedenfalls nicht als den “Mastermind” sehen.
Harmonische Arbeitsweise. Wie sieht es eigentlich mit Konzertauftritten aus? Habt ihr schon viel Erfahrung? Stehen etwaige Gigs bevor? Und performed ihr gern vor Publikum oder seid ihr eher lieber im Studio daheim?
Da wir schon seit langem nur aus 3 Leuten bestehen, haben wir mit der Band noch keine Liveauftritte machen können. Erfahrung mit der damaligen Band konnten wir jedoch doch schon einiges sammeln (u.a. auch mit Tankard, Totenmond, End of Green und Suidakra). Da wir uns nicht mit tonnenweise Samples zum Arsch machen wollen, wird es erstmal keine Live-Auftritte geben.
Schade, aber durchaus verständlich. Sind eigentlich die Bands, die Euch inspirier(t)en, eine Art Vorbilder für Euch? Oder spielen die einfach nur coole Musik in Euren Ohren? Gilt es, ebenfalls einen gewissen Stellenwert zu bekommen, oder ist Euch das egal und ihr zieht einfach Euer Ding durch?
Vorbilder in dem Sinne haben wir nicht… Wie Du schon sagst: Sie spielen coole Musik. Jeder der Musik macht, will ja irgendwas damit bezwecken und Beachtung bekommen. Die Inspiration durch die ein oder andere Band ist ja nicht besonders schwer rauszuhören. Schlussendlich ziehen wir unser Ding durch und hoffen, dass dem ein oder anderen die Musik gefällt.
Gute Idee, ohne Druck arbeitet es sich ja auch lockerer. Wie seid ihr eigentlich zu Eurem Namen gekommen? Steht das irgendwo geschrieben oder habt ihr einfach ein Lateinwörterbuch hergenommen und unter “T” nachgesehen?
Wie wollten erstmal keinen Namen, der schon von vornherein verrät, welche Art Metal sich dahinter verbirgt. Ebensowenig kamen die schon zigtausendfach verwendeten Namen aus der germanischen Mythologie in Frage. Mir fiel der Name ein, da er in einem meiner Lieblingsalben vorkommt und einfach einen aussergewöhnlichen Charakter hat.
Das hat er auf jeden Fall. Wie sieht es denn mit Zukunftsplänen bei Euch aus? Wird schon an einem Nachfolger gebastelt? Also, Nachfolger des jetzigen Albums.
Das Songwriting ist bei uns ständig aktuell. Konkrete Pläne stehen noch nicht fest. Wir haben natürlich das Ziel, “The Winding Path” songwriting-mässig und soundtechnisch zu übertreffen. Einen “Schnellschuss” wird es aber nicht geben.
Alles klar, aber gut zu wissen, dass dies kein Einzelwerk sein wird. Ich werd euch nun zum Schluss noch ein paar Wörter hinwerfen und ihr schreibt das Erstbeste was Euch einfällt. Bereit?
Dann mal los
Satanismus
Venom
Islam
Willkommen im Mittelalter
Corpse Paint
Für uns unpassend, kann die richtige Wirkung haben
Dimmu Borgir
Gute Musiker
Progressiv
Fürn Arsch
Gut, nun das letzte:
Nordic Walking
Southern Comfort
Hehe. Passt. Noch eine Conclusio für unsere Leser von Euch?
Support the Underground und wir zitieren mal Napalm Death “Nazi Punks Fuck Off”
Sehr gut. Dann danke ich Euch für das Gespräch und hoffe, dass wir einander beim nächsten Album wieder lesen.
Alles klar und besten Dank!



