Edge of Sanity – Crimson (1996)

Jan 23rd, 2010 | Von Lobo | Kategorie: Kreuzfeuer

Das Magnus Opus von Egde of Sanity. Innerhalb von 24 Stunden eingespielt und ein gutes Beispiel dafür, dass gute Musik weder komplizierter Riffs, noch ausgefallener Instrumentierung bedarf, sondern sich einzig auf eine Disziplin zu konzentrieren hat: Songwriting. Gehört gehört, weil hier auf der Basis von schwedischen Death Metal ein hypnotisches und progressives Feuerwerk von Melodien und Härte gezündet wird.

Hier haben wir es mit einem einzigen 40-Minuten-Song zu tun, der alle Stärken des schwedischen Death Metals vereint, aber auch zeigt, wo hin die musikalische Reise gehen kann, wenn gute Musiker sich austoben können. Blastbeats, Klargesang, sägende Gitarren, ruhige Momente und mitreißende Melodien ergeben in diesem Songfluß so viel mehr als die Summe der Einzelteile. Historisch gesehen bezeichnet das Album das Anfang von Ende von Edge von Sanity; während Dan Swanö danach in immer progressivere Gefielde abdriftetete, wollte der Rest der Band weiter puristischeren Metal machen.

Wer nach einer Runde Crimson nichtdestotrotz an Dan Swanös musikalischen Genius Zweifel hegt, sollte nochmals reinhören und daran denken: der Mann hat später im Alleingang mit Crimson II einen gleichwertigen Nachfolger hervorgezaubert. Und dass Mikael Akerfeldt von Opeth bei den Vocals als Special Guest mitgewirkt hat, sollte schon aussagend genung sein.

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Senf der Redaktion

perke - "Den einen Part musst du dir anhören! Hm, war der jetzt bei 22:13 oder doch bei 31:45? Warte mal, den finde ich gleich ..." Tja, bei einem so langem "Song" kann es schon passieren, dass man die Lieblingspassagen nicht mehr findet und sie keinem vorspielen kann. Somit ist "Crimson" nur für Hardcorefans geeignet, die sich die Mühe machen das Gesamtwerk in seiner vollen Länge in den eigenen vier Wänden anzuhören. Live kann so ein Stück sowieso nicht gespielt werden, wodurch es nur im CD-Regal verstauben kann. Außerdem: Wenn es Meshuggah schaffen Songs zu schreiben, bei denen man die Übergänge nicht raushört, so hätte Dan dies mit "Crimson" auch machen können. Kurz, gut und bündig? Fehl am Platz!

Deathman - Tja ich kenn die Scheibe nicht, muss also folglich nur scheiße sein! (hehe) Auch wenn mir der Name Edge of Sanity nur allzugut ein Begriff ist und die eine oder andere Nummer kenn, habe ich bisher noch nicht die Zeit und Musse oder vielleicht auch nicht genug Interesse an der ganzen Geschichte gehabt, um mich mit der Band auseinander zusetzen. Aber vielleicht komm ich in den nächsten 10 Jahren mal dazu mir "Crimson" anzuhören.

Agarr - Mal ganz im ernst: Kann man sich das alles bewusst anhören? Spätestens nach 15 Minuten ist man gedanklich doch schon mindestens 6 Bier weiter. Songs, die über 10 Minuten dauern, hab ich sowieso noch nie genießen können, ausser ich lasse sie im Hintergrund laufen und konzentriere mich auf andere Dinge. Und was soll das eigentlich alles bringen? Im BM-Bereich gibt es auch paar Spezialisten, die über 20 Minuten auf der Gitarre herumklampern und meinen sie seien damit äusserst elitär. Na wenigstens können Crimson in der Hinsicht punkten: Musik können sie machen! Beim nächsten mal aber bitte unterteilen und dieses Hukatschaka mit 40 Min. lassen.

Lord Haggard - Ein 40-minütiger song? Und es ist kein Doom? Die Eintscheidung "Crimson" als einzigen Song zu veröffentlichen, kann ich nicht ganz verstehen. Denn das ganze Stück ist nicht so homogen, dass man es nicht in verschiedene Songs hätte aufteilen können. Denn ein solcher Brocken ist nicht leicht zu verdauen. Da braucht sich Dan Swäno nicht zu beschweren, dass ihm der große Erfolg mit Edge of Sanity ausgeblieben ist. Musikalisch ist die ganze Sache aber sicher interessant. Mir persönlich aber nicht dreckig und fies genug. Dafür is das ganze zu progressv und auch zu locker. Ich brauch bei Death Metal einfach "Old School as Fuck" (-Danke an Gunnar)!

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  1. Banausenbande…