Agathodaimon - Phoenix
Mai 1st, 2009 | Von Selfdetonator | Kategorie: Kritiken
Ein altehrwürdiger Vertreter der Bands, die sich partout in keine Kategorie unterordnen wollen, und um die Jahrtausendwende mit viel Ruhm bekleckerten, bringt nun nach langen 8 langen Jahren endlich wieder ein Werk zu Tage. Namentlich „Phoenix“, steigt man wahrlich neu erschaffen aus der Asche: Ashtrael ist der neue Mann am Mikro und auch ein neuer Gitarrist verleiht der Truppe ein zumindest visuelles Facelift.
Von der Spielweise selbst hat sich nichts verändert, was vielleicht einige als „fad“ bezeichnen. Ich jedoch finde, in Anbetracht der Core-Lastigkeit vieler neuer Alben kann man sich freuen, dass Agathodaimon trotzdem bei ihren Roots geblieben sind und somit ein sehr vielseitiges, extrem melodisches Album abgegeben haben. Dass diese Band oftmals als „Dark Metal“ – Band bezeichnet wird, mag den einen oder anderen vielleicht abschrecken, allerdings kann man hier getrost aufdrehen. Der Sänger vermag zwar auch klaren Gesang einzusetzen, ebenso werden hier vermehrt Synths eingesetzt, um die eh schon vorhandene Atmosphäre zusätzlich zu untermalen, dennoch sind Gitarren, Geklöppel und Growling mindestens genauso präsent. Nebst todesmetallischer Anleihen melodischer Natur gesellen sich gothische Elemente (Frauengesang, Orgelklänge) hinzu – dies wird bei Live-Auftritten auch den weiblichen Gästinnen helfen, hier mal richtig die Sau rauszulassen, meine ich.
Vice versa ist das doch auch für uns Mannen ein herrlicher Anblick, oder?
Abschließend zurück zur Musik: Klar wird dieser Mix nicht jedem zusagen, ab und zu extrem eingängig ist, aber wer die Scheuklappen abnehmen und in die Arschtasche stecken kann, der könnte Gefallen daran finden. Zudem ist hier auch der Song zum Film „Alone In The Dark“ vertreten.











