Hatesphere - To the Nines
Mai 1st, 2009 | Von Waldschrat | Kategorie: Kritiken
Anno 2004 hab ich Crowbar am With Full Force live gesehen – und war hoch erfreut als ich erfuhr, dass die Herren sich die Ehre einer Autogrammstunde geben würden. Was ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste war, dass Crowbar gerade mit Hatesphere durch Europa tourten und das Full Force nur ein Zwischenstopp auf der Tournee war. Was ich auch nicht wusste: die Herren von Hatesphere saßen mit Crowbar gemeinsam im Autogrammzelt und signierten die Posters mit – da stand ich nun, mit einem signierten Crowbar Poster inklusive dem Geschmiere einer Band drauf, die ich weder kannte noch kennen wollte. Ich beschloss damals, Hatesphere die Entweihung meines Crowbar Posters nie zu verzeihen…gut, dass man älter wird, ne?
So auch Hatesphere – und das beweisen sie eindrucksvoll mit ihrem Neulingswerk „To the Nines“. Hatte ich Hatesphere nach diesem ersten Kontakt als Kinderei abgestempelt, mit der ich nix zu tun haben wollte überzeugen sie mich mit ihrem neuen Album nun immer mehr.
Druckvoller Sound, spannender Songaufbau, hohes technisches Können, gut ausgewogenes Klangbild – die Stimme geht nie in den Gitarren unter, diese haben trotz des dominanten Schlagzeugs bei weitem genug Raum, um sich akustisch völlig zu entfalten.
Groovig und schwer wummern die Songs aus den Boxen – und Hatesphere machen von Anfang an klar: auf „To the Nine“ wird ausschließlich scharf geschossen. Die gesunde Mischung aus Death und Thrash Metal ergibt einen Mix, der aus zwei Musikrichtungen die jede für sich in falschen Händen schnell dazu neigen, langweilig zu werden – Hatesphere allerdings wissen mit dieser Mischung umzugehen.
Die ersten 5 Songs bahnen sich allesamt kompromisslos und alles zermalmend ihren Weg in die Gehörgänge, erst Nummer 6 – Commencing a Campaign – erlaubt sich ein kurzes Intro, allerdings auch nur um danach sofort wieder völlig zu explodieren.
Danach wird das alt bewährte Programm wieder durchgezogen – warum auch nicht, es funktioniert ja.
Mit „To the Nines“ haben Hatesphere ein Album hervorgebracht, dem selbst ich als eigentlich sowohl der musikalischen Herkunft als auch der Band selbst eher abgeneigter Hörer ein Lob aussprechen muss. Aber einfach weils ned ganz meine Musikrichtung ist (und weil die Typen mir mein Crowbar Plakat verschmiert haben) – trotzdem nur 4 Punkte!











